SMILEdataguard · Prüfbares Archiv für ITSM und CMDB
SMILEdataguard macht die Historie von ITSM- und CMDB-Daten prüfbar.
Jede Version eines Tickets, Changes oder CIs wird archiviert und kryptografisch verkettet. So lässt sich später belegen, was zu einem Stichtag galt und dass diese Historie unverändert ist. Die Beweiskette beginnt mit dem Anschluss des Quellsystems.
Datenblatt
- Quellen
- BMC Remedy und BMC ITSM mit CMDB; REST-Quellen mit Änderungsfeed, Einzelobjekt und Bestandsliste
- Archiv
- Jede Version eines Objekts, inklusive Historie und Löschereignissen
- Integrität
- Hash-Ketten je Objekt, Merkle-Bäume, signierte Anker
- Auswertung
- Suche, Bestand zu einem Stichtag, Compliance-Baselines
- Datenschutz
- Pseudonymisierung, Verschlüsselung, Crypto-Shredding
- Nachweise
- Signierte Prüfberichte und Exporte, offline prüfbar
- Governance
- Rollen, Vier-Augen-Anträge, Audit-Log, maschinenlesbare API
Warum der Zeitpunkt zählt
Archivierung ist nicht rückwirkend möglich
SMILEdataguard kann nicht nachträglich belegen, was nie archiviert wurde. Die prüfbare Historie beginnt, wenn das Quellsystem angeschlossen ist. Wer wartet, bis der Prüfer fragt, hat für die Vergangenheit keinen Nachweis.
Anschluss
Vor dem Anschluss
Ohne Nachweis
Änderungen vor dem Anschluss bleiben auskunftspflichtig, sind technisch aber nicht mehr vollständig belegbar.
Ab Anschluss
Prüfbare Beweiskette
Es entstehen Versionen, Hash-Ketten, signierte Anker und offline prüfbare Exporte.
Der Schnitt liegt beim technischen Anschluss des Quellsystems, nicht beim Budgetbeschluss und nicht beim späteren Audit.
Funktionen
Mehr als ein Änderungsprotokoll
In ITSM- und CMDB-Systemen ändern sich täglich tausende Objekte, Attribute und Beziehungen. Für ein Audit reicht es nicht, dem aktuellen Stand zu vertrauen. Belegbar sein muss, was zu einem bestimmten Zeitpunkt galt und ob diese Historie unverändert geblieben ist, auch wenn das Quellsystem inzwischen geändert, bereinigt oder abgelöst wurde.
- 01
Vollständiges Änderungsarchiv
CMDB-Objekte, Changes, Tickets und weitere Daten werden versioniert archiviert. Jede Version bleibt erhalten, inklusive Historie, Löschereignissen und rekonstruierbarem Bestand.
- 02
Manipulation wird sichtbar
Hash-Ketten, Merkle-Bäume und signierte Anker machen Veränderungen prüfbar. Ein Finding zeigt nicht nur, dass etwas nicht stimmt, sondern auch, wo der Widerspruch liegt.
- 03
Bestand zu einem Stichtag
Der Bestand lässt sich für jeden Zeitpunkt rekonstruieren. Auditoren und Betrieb sehen, welche Objekte, Beziehungen und Attribute an einem bestimmten Datum gültig waren.
- 04
Datenschutz, ohne die Beweiskette zu brechen
Pseudonymisierung, Verschlüsselung und Crypto-Shredding ermöglichen DSGVO-konforme Löschkonzepte. Die Integrität des Archivs bleibt dabei erhalten.
- 05
Compliance-Baselines
Soll-Zustände für Objekttypen werden versioniert abgelegt und gegen den archivierten Bestand geprüft. Die Prüfberichte lassen sich signieren.
- 06
Fremdsysteme über REST
Neben BMC Remedy lassen sich REST-Quellen anbinden, wenn sie einen Änderungsfeed, Einzelobjekte und eine Bestandsliste bereitstellen. Secrets bleiben außerhalb der Konfiguration.
Rollen
Wer mit SMILEdataguard arbeitet
Die aktuelle Version ist eine Arbeitsoberfläche für Archiv, Audit und Betrieb: mit Rollen, Dashboard, Suche, Zeitreise, Datenschutzprozessen, Vier-Augen-Anträgen und maschinenlesbarer API.
- Auditoren
- Integritätsstatus, Audit-Log, signierte Exporte und präzise Findings für belastbare Nachweise.
- Compliance
- Versionierte Regeln, Baselines, Datenschutzmaßnahmen und Vier-Augen-Freigaben für klare Zuständigkeiten.
- Migrationen
- Vor der Systemablösung angeschlossen, bleibt die Historie später durchsuchbar, auswertbar und prüfbar. Nach der Abschaltung lässt sich der Verlauf nicht mehr nachholen.
- IT-Betrieb
- Suchen, Historien prüfen, Bestände zu Stichtagen rekonstruieren und Quellsysteme kontrolliert anbinden.
Häufiger Einwand
„Wir behalten einfach die alte Datenbank.“
Eine stillgelegte Datenbank kann Aufbewahrung bedeuten. Die Auskunfts- und Nachweispflicht erfüllt sie damit nicht automatisch.
Eine Datenbank beweist nichts
Datenbanken sind dafür gebaut, per UPDATE verändert zu werden. Wer DBA-Rechte hat, kann Rohdaten ändern, ohne dass daraus ein unabhängiger Integritätsnachweis entsteht.
Die Historie ist oft unvollständig
Remedy-Audit ist opt-in, pro Formular und pro Feld. In gewachsenen Installationen ist häufig nur ein Teil aktiv. Dann bleibt ein Endzustand, aber kein belastbarer Verlauf.
Rohdaten sind keine Auskunft
Formulare liegen als technische Tabellen und Feld-IDs vor. Diary-Felder, Join-Formulare und Attachments brauchen Kontext. Ohne Applikationsmodell ist „vorhanden“ nicht gleich „lesbar“.
Eine stillgelegte Datenbank kann Daten aufbewahren. Eine dauerhaft maschinenlesbare, fachlich rekonstruierbare und unabhängig prüfbare Beweiskette liefert sie nicht.
Abgrenzung
Was vorhandene Werkzeuge nicht beantworten
Viele Systeme liefern Ausschnitte. Offen bleibt die Frage, welcher fachliche Zustand zu einem Stichtag galt und ob sich diese Aussage prüfen lässt.
| Werkzeug | Was fehlt | Was SMILEdataguard ergänzt |
|---|---|---|
| BMC Helix Audit / History | Hilft im Quellsystem, ersetzt aber keinen unabhängigen Integritätsnachweis. Je nach Konfiguration bleiben Löschungen, privilegierte Änderungen oder abgeschaltete Quellsysteme blinde Flecken. | Archiviert außerhalb des fachlichen Arbeitsprozesses, verkettet Versionen kryptografisch und prüft die Beweiskette unabhängig vom Quellsystem. |
| SIEM wie Splunk oder Elastic | Sammelt Events, rekonstruiert aber nicht zuverlässig den fachlichen Objektzustand mit Attributen und Beziehungen zu einem Stichtag. | Beantwortet die Stichtagsfrage: Welche Version eines Objekts war wann gültig, mit welchen Beziehungen und welchem Integritätsstatus? |
| Backup oder Snapshot | Wiederherstellung ist kein Nachweis. Ein Backup zeigt nicht, ob der gesicherte fachliche Zustand vollständig, unverändert und auswertbar ist. | Speichert Versionen, Anker, Prüfpfade und Exporte so, dass sich die Integrität gezielt nachweisen lässt. |
| WORM-Storage | Schützt ein Medium vor Überschreiben, erklärt aber nicht die fachliche Historie, die CMDB-Beziehungen oder den Objektzustand zu einem konkreten Datum. | Verbindet unveränderte Speicherung mit fachlicher Auskunftsfähigkeit und maschinell prüfbaren Exporten. |
Regulatorik
Die Anforderungen werden konkreter, die Fristen bleiben kurz
Für Revision und Compliance zählt nicht, dass Daten irgendwo liegen. Gefordert sind Verfügbarkeit, Nachvollziehbarkeit, Integrität und Auswertbarkeit über Jahre.
| Vorgabe | Worum es geht | Beitrag von SMILEdataguard |
|---|---|---|
| DORA | VO (EU) 2022/2554, anwendbar seit 17.01.2025: IKT-Risikomanagement, Nachvollziehbarkeit und kurze Meldefristen. | Ein Änderungsarchiv, das privilegierte Administratoren nicht still ändern können, hilft bei der schnellen Klärung, was wann betroffen war. |
| BAIT-Auslauf | VAIT, KAIT und ZAIT wurden zum 16.01.2025 aufgehoben; BAIT läuft zum 31.12.2026 aus. | SMILEdataguard schafft eine technische Nachweisbasis für die Übergangsphase von alten Verwaltungsvorgaben zu DORA-orientierter Governance. |
| GoBD / HGB / AO | Aufbewahrungsfristen von 6 und 10 Jahren betreffen nicht nur BaFin-regulierte Organisationen. | Historische ITSM- und CMDB-Daten bleiben auffindbar, maschinenlesbar und mit prüfbarer Integrität verfügbar. |
| ISO 27001 / NIS2 | Protokollierung, Schutz von Aufzeichnungen, Nachvollziehbarkeit und Steuerung von IKT-Risiken. | Hash-Ketten, signierte Anker, Vier-Augen-Anträge und Audit-Logs unterstützen nachvollziehbare Kontrollen. |
Ablauf
So entsteht die Beweiskette
-
01
Daten aus Quellen archivieren
SMILEdataguard übernimmt Änderungen und Bestände aus ITSM-, CMDB- oder REST-Quellen und speichert jede Version dauerhaft im Archiv.
-
02
Versionen verketten und verankern
Jede Version erhält einen Hash und verweist auf ihren Vorgänger. Signierte Anker versiegeln Archivbereiche zusätzlich und machen nachträgliche Änderungen sichtbar.
-
03
Nachweise liefern und offline prüfen
Suche, Zeitreise, Integritätsberichte und signierte Exporte liefern die Belege, die Auditoren auch unabhängig vom laufenden System prüfen können.
Weiterlesen
Mehr zu SMILEdataguard im Blog
- Warum prüfbare ITSM-Historie vor der nächsten Prüfung beginnen muss
- Von BAIT zu DORA: Was sich für die Nachweispflicht in ITSM und CMDB ändert
- So unterstützt SMILEdataguard die Arbeit des IT-Revisors (2021)
- SMILEdataguard für Change- und Configuration-Manager (2021)
- SMILEdataguard für ITSM-Administratoren (2021)
Weitere Produkte
Die anderen SMILE-Produkte
-
SMILEconnect
MCP · REST · Webhooks · OAuth2/OIDC
MCP-Server, REST-API und Webhooks für BMC ITSM. KI-Assistenten und Agenten lesen und bearbeiten Tickets, Changes und CMDB-Daten, mit eigenen Service-Accounts und in Ihrer Infrastruktur.
-
SMILEconceal
DSGVO · Entity-Erkennung · BMC · Jira · ServiceNow
Anonymisiert und maskiert personenbezogene Daten aus BMC Remedy, Jira und ServiceNow, damit Test- und Entwicklungssysteme mit realistischen Daten arbeiten.
-
SMILEcontrol
Monitoring · Alerts
Überwacht BMC Remedy, SmartIT und MyIT und meldet Störungen per Slack, Microsoft Teams, E-Mail oder Telegram.
Kontakt
Der beste Anschlusszeitpunkt liegt vor der nächsten Prüfung.
In einer 30-Minuten-Demo zeigen wir, wie SMILEdataguard Ihre ITSM- und CMDB-Historie ab dem Anschluss prüfbar macht, mit Zeitreise, Datenschutzfunktionen und Beweiskette.
30-Minuten-Demo anfragenSie sprechen direkt mit
-
Robert Hannemann
KI-Strategie und Beratung
-
Alexander Stern
Produktentwicklung
- Telefon
- +49 89 21544291-0
- mail@manyos.it